Schon in jungen Jahren zeigte der Tenor Timothy Veryser (geb. 1997) eine große Liebe zur Musik. Seinen ersten Unterricht erhielt er von seinem Großvater René Van Roye, der ihm unter anderem Klavier und Akkordeon beibrachte. Mit acht Jahren setzte der junge Timothy seine musikalische Ausbildung mit großem Engagement an der Städtischen Musikakademie Clemens Non Papa in Diksmuide fort. Seine Leidenschaft für den klassischen Gesang erfuhr dort einen enormen Aufschwung, als er mit vierzehn Jahren die Gelegenheit bekam, vor großem Publikum aufzutreten. Dies stärkte sein Selbstvertrauen.
Vier Jahre später brachte ihm die Sopranistin Erika Pauwels die Grundlagen des klassischen Gesangs bei, während er gleichzeitig sein Studium im Bereich Global Business Management abschloss. Seine Leidenschaft für die Oper blieb jedoch ungebrochen, und er legte die Aufnahmeprüfung für Gesang am Königlichen Konservatorium Gent ab, wo er in die Klasse der renommierten niederländischen Mezzosopranistin Christianne Stotijn aufgenommen wurde. Nach deren Weggang setzte Timothy sein Studium dort bei der belgischen Sopranistin Hendrickje Van Kerckhove fort und erwarb unter ihrer Anleitung 2021 seinen Master-Abschluss in klassischem Gesang mit Auszeichnung. Dies war der perfekte Weg zum Royal Opera House Ma Monnaie De Munt, wo er in die MM Academy aufgenommen und 2024 zum „MM-Solisten“ ernannt wurde.
Seitdem sang er verschiedene Partien, darunter Gernando in Haydns L’Isola disabitata, Orphée in Glucks Orphée et Eurydice und Malo in der Uraufführung von Beethovens Vestas Feuer in Zutphen (NL). Bei den Bregenzer Festspielen trat er in Werther als Schmidt auf.
Parallel dazu widmete sich Timothy intensiv dem Konzert- und Oratorienrepertoire und debütierte 2023 als Evangelist und im Tenorsolo in J.S. Bachs *Marchospas*,
die Tenorpartie in den Requiems von Michael Haydn und W. A. Mozart sowie in J. S. Bachs Magnificat. Kürzlich debütierte er in den Tenorarien von J. S. Bachs Matthäus-Passion und in den Tenor-Solopartien von Rossinis *Petite Messe Solennelle* und Beethovens Neunter Sinfonie, letztere anlässlich des 200. Jahrestages dieses symbolträchtigen Werkes. La Monnaie lud ihn – in einer Koproduktion mit Walpurgis – zur Mitwirkung an einer Bearbeitung von La Muette de Portici (von D. F. E. Auber) als Masaniello/Alfonso ein.
Seit seinem Debüt beim Opernballett Vlaanderen Gent/Antwerpen (OBV) im Jahr 2023 als Vater in Kurt Weills Die sieben Todsünden wurde Timothy erneut vom Opernhaus eingeladen, um den Dritten Juden in Strauss’ Salome und den Vierten Edler in Wagners Parsifal zu singen. Darüber hinaus wird er in der Spielzeit 2026/27 dem Jungen Solistenensemble des OBV für verschiedene Produktionen angehören, darunter : La Traviata (Gastone), Der Schmied von Gent (Jakob Hessels) und Lohengrin (Brabantische Edle).
Zu seinen jüngsten Engagements zählen Timothys Debüt am Bozar Brüssel in Ravels L’Enfant et les sortilèges (Une bête) unter der Leitung von Alain Altinoglu sowie seine Auftritte im Concertgebouw Brügge mit Auszügen aus J.S. Bachs Matthäus-, Johannes- und Markus-Passion sowie sein Debüt bei den Wiener Festwochen als Vierter Knappe (Juni 2026, Wiederaufnahme durch die OBV).
Er sang unter der musikalischen Leitung von Claire Levacher, Alejo Pérez, Gaetano Lo Coco und Nathalie Stutzmann. Er nahm an Meisterkursen mit Brigitte Fassbaender, Josef Loibl, Marcel Reijans, Martin Winkler und Nicky Spence teil.
Wettbewerbe
Erster Preis und Publikumspreis beim XIV. Concours Lyrique International Bell’Arte (Februar 2023);
Erster Preis beim internationalen Gesangswettbewerb „Triomphe de l’Art“ (Brüssel, 2025).
1. UPDATE >> SPIELZEIT 2026–2027. Bitte kontaktieren Sie die Agentur, um die aktuellste Version von Timothys Biografie zu erhalten.
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